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Digitale Souveränität

Warum digitale Souveränität jetzt relevant ist

Digitalisierung bedeutet Fortschritt – aber auch Abhängigkeit.
von Software, Plattformen, Algorithmen, die außerhalb unserer Kontrolle liegen. Je stärker Technologien den Alltag bestimmen, desto wichtiger wird die Fähigkeit, sie selbst zu verstehen, zu steuern und zu gestalten.

Digitale Souveränität steht genau dafür: die Kontrolle über Daten, Systeme und Wissen zu behalten – und Digitalisierung so zu nutzen, dass sie den eigenen Werten folgt. Sie ist der Schlüssel, damit Innovation, Sicherheit und Vertrauen im digitalen Raum zusammenfinden.


Was ist digitale Souveränität?

Digitale Souveränität (engl.: digital sovereignty) beschreibt die Fähigkeit von Individuen, Organisationen und staatlichen Institutionen, ihre Rolle in der digitalen Welt selbstbestimmt, sicher und unabhängig wahrzunehmen. Es geht um die Kontrolle über Daten, digitale Infrastrukturen, technologische Entscheidungen und digitale Prozesse – ohne einseitige Abhängigkeiten von externen Anbietern oder fremden Rechtsräumen.

Diese Souveränität zeigt sich in mehreren Dimensionen:

  • Technologische Souveränität: Die Fähigkeit, digitale Schlüsseltechnologien (wie Cloud, KI, Software-Infrastruktur) zu verstehen, zu betreiben oder souverän auszuwählen, unabhängig von einzelnen Herstellern.

  • Datensouveränität: Die Hoheit über eigene Daten, ihre Speicherung, Verarbeitung und Weitergabe, insbesondere im öffentlichen Raum und bei personenbezogenen Informationen.

  • Gestaltungssouveränität: Die Möglichkeit, digitale Entwicklungen aktiv mitzugestalten, statt ihnen ausgeliefert zu sein, z. B. durch offene Standards, Open Source oder digitale Bildung.

Diese drei Säulen bestimmen, wie Politik, Wirtschaft und Gesellschaft digitale Eigenständigkeit in der Praxis gestalten sollten.


Bedeutung für Staat, Wirtschaft und Gesellschaft

Digitale Souveränität ist ein Schlüsselbegriff für Handlungsfähigkeit im digitalen Zeitalter. Sie betrifft alle und entfaltet ihre Wirkung auf unterschiedlichen Ebenen:

Staat und Verwaltung

Digitale Souveränität ist die Voraussetzung dafür, dass Staaten ihre Aufgaben auch im digitalen Raum zuverlässig erfüllen können. Sie betrifft:

  • Handlungsfähigkeit: Staatliche Akteure müssen kritische Infrastrukturen, Datenflüsse und IT-Systeme unter eigener Kontrolle behalten (besonders in sicherheitsrelevanten Bereichen).

  • Rechtsstaatlichkeit: Verwaltungshandeln muss nachvollziehbar, datenschutzkonform und unabhängig von externen Plattformen oder Anbietern möglich sein.

  • Vertrauen: Bürgerinnen und Bürger erwarten digitale Dienstleistungen, denen sie vertrauen können – rechtlich, technisch und politisch.

Ohne digitale Souveränität drohen Kontrollverluste, Sicherheitsrisiken und Abhängigkeiten, die die staatliche Steuerungsfähigkeit langfristig schwächen.

Wirtschaft und Unternehmen

Auch für Unternehmen ist digitale Souveränität ein strategischer Erfolgsfaktor. Sie fördert:

  • Technologische Unabhängigkeit: Unternehmen, die souverän mit Software, Daten und Infrastrukturen umgehen, reduzieren Abhängigkeiten und bewahren ihre Gestaltungsfreiheit.

  • Krisenfestigkeit (Resilienz): Die Kontrolle über digitale Systeme stärkt die Fähigkeit, auf Störungen, Marktveränderungen oder regulatorische Anforderungen flexibel zu reagieren.

  • Innovationsfähigkeit: Souveräne technologische Grundlagen schaffen Raum für eigene Entwicklungen und ermöglichen nachhaltige digitale Wertschöpfung.

Besonders für kleine und mittlere Unternehmen ist digitale Souveränität ein zentraler Hebel, um langfristig wettbewerbsfähig und zukunftsfähig zu bleiben.

Gesellschaft und Bürger

Auch für die Gesellschaft ist digitale Souveränität von zentraler Bedeutung. Sie stärkt:

  • Selbstbestimmung: Menschen sollen digitale Technologien bewusst und reflektiert nutzen können. Voraussetzung dafür sind Transparenz, Datenschutz und echte Wahlmöglichkeiten.

  • Digitale Mündigkeit: Bildung und Medienkompetenz befähigen dazu, Informationen einzuordnen, Desinformation zu erkennen und sicher mit digitalen Diensten umzugehen.

  • Vertrauen in digitale Strukturen: Angebote, die nachvollziehbar gestaltet und an gesellschaftlichen Werten orientiert sind, schaffen Akzeptanz – ob in Bildung, Verwaltung oder im Alltag.

Digitale Souveränität schützt nicht nur individuelle Freiheitsrechte, sondern stärkt auch den gesellschaftlichen Zusammenhalt im digitalen Raum.

Rechtliche und politische Grundlagen digitaler Souveränität

Damit digitale Eigenständigkeit gelingt, braucht es klare politische und rechtliche Leitlinien. Sie schaffen den Rahmen, in dem Sicherheit, Transparenz und Innovation zusammenwirken – auf europäischer wie auf nationaler Ebene.

Europäische Ebene

Die Europäische Union hat digitale Souveränität zu einem zentralen Ziel ihrer Digitalpolitik erklärt. Im Mittelpunkt steht der Aufbau eines eigenständigen, sicheren und wettbewerbsfähigen digitalen Ökosystems. Wichtige rechtliche und strategische Grundlagen sind:

  • Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO): Bildet seit 2018 den verbindlichen Rechtsrahmen für den Schutz personenbezogener Daten innerhalb der EU. Sie stärkt die digitale Eigenständigkeit, indem sie festlegt, wie Daten verantwortungsvoll genutzt und verarbeitet werden dürfen. Ein zentrales Prinzip ist dabei die Datensparsamkeit – also nur so viele Informationen zu erheben, wie für einen Zweck wirklich erforderlich sind.

  • Gesetz über digitale Dienste (Digital Services Act, DSA) und Gesetz über digitale Märkte (Digital Markets Act, DMA): Legen Regeln für große Online-Plattformen fest, stärken Nutzerrechte und sichern faire Wettbewerbsbedingungen im digitalen Binnenmarkt.

  • EU-KI-Verordnung: Regelt seit 2024 den sicheren und transparenten Einsatz von Künstlicher Intelligenz in Europa und gilt weltweit als erstes umfassendes KI-Gesetz.

  • Gaia-X-Initiative: Eine von europäischen Unternehmen getragene und politisch unterstützte Initiative zum Aufbau einer Cloud- und Dateninfrastruktur auf Basis offener Standards und föderierter Datenräume.

  • EU Chips Verordnung: Schafft den Rahmen für Forschung, Entwicklung und Produktion von Halbleitern in Europa, um Lieferketten zu sichern und technologische Schlüsselkompetenzen zu stärken.

Nationale Ebene

Auch in Deutschland ist digitale Souveränität zu einem strategischen Leitprinzip der Digitalpolitik geworden. Sie findet sich in rechtlichen Regelungen, politischen Strategien und Förderprogrammen wieder, die darauf abzielen, technologische Unabhängigkeit und Datensicherheit zu stärken.

  • Koalitionsvertrag der Bundesregierung (2021–2025): Verankert digitale Souveränität als Grundpfeiler der nationalen Digitalstrategie. Schwerpunkte sind die Förderung von Open-Source-Technologien, offenen Standards und sicheren IT-Strukturen in Verwaltung und Wirtschaft.

  • IT-Planungsrat: Gibt Bund und Ländern einen gemeinsamen Handlungsrahmen, um Verwaltungssysteme unabhängiger, kompatibler und nachhaltiger zu gestalten.

  • Sovereign Tech Fund: Ein Förderprogramm des Bundesministeriums für Wirtschaft und Klimaschutz, das seit 2023 den Aufbau und die Wartung sicherer, quelloffener Basistechnologien unterstützt.

  • Zentrum für digitale Souveränität (ZenDiS): Eine bundeseigene Einrichtung, die Behörden bei der Einführung und Beschaffung offener Technologien begleitet.

  • Landesrechtliche Initiativen: Mehrere Bundesländer greifen das Thema auf. Hamburg gilt mit seinem 2023 eingeführten Gesetz zur IT-Souveränität als Vorreiter. Auch Thüringen verankert digitale Souveränität in seiner Digitalstrategie Smart State und treibt den Aufbau einer gemeinsamen digitalen Infrastruktur für Landesverwaltung und Kommunen voran – als Grundlage für effiziente, sichere und unabhängige Verwaltungsprozesse.


Auf dieser Grundlage entwickeln Bund, Länder und Kommunen zunehmend konkrete Strategien, Programme und Umsetzungsstrukturen – sie bilden den Rahmen, in dem digitale Souveränität praktisch gelebt werden kann.

Ansätze und Strategien zur praktischen Umsetzung

Politische Rahmenbedingungen bilden nur den Ausgangspunkt. Damit digitale Souveränität greifbar wird, braucht es klare Strategien, abgestimmte Prozesse und qualifizierte Akteure, die sie in der Praxis umsetzen. Dafür gibt es verschiedene Ansätze.

Technologische Grundlagen und offene Infrastrukturen schaffen

Digitale Souveränität lässt sich nur erreichen, wenn zentrale Technologien selbst betrieben, verstanden und weiterentwickelt werden können. Dafür sind drei Faktoren entscheidend:

  • Open-Source-Lösungen (offene Software) einsetzen: Durch transparente und anpassbare Software können Verwaltungen und Unternehmen Systeme eigenständig prüfen, warten und verbessern.

  • Offene Standards etablieren: Einheitliche Schnittstellen und Formate sichern Kompatibilität, erleichtern die Zusammenarbeit und verhindern dauerhafte Anbieterabhängigkeit.

  • IT-Sicherheit aktiv gestalten: Verschlüsselung, Zugriffskontrollen, regelmäßige Updates und das gezielte Testen von Systemen – etwa durch Ethical Hacking – schaffen Vertrauen und Stabilität in digitalen Infrastrukturen. So lassen sich Schwachstellen frühzeitig erkennen und digitale Souveränität nachhaltig sichern.

Digitale Kompetenzen und Bildung fördern

Digitale Souveränität braucht Menschen, die Technik verstehen, sicher anwenden und kritisch hinterfragen können. Technische Lösungen allein reichen nicht – Wissen ist der Schlüssel.

  • Digitale Bildung früh verankern: Schulen und Hochschulen vermitteln Grundlagen zu Datenschutz, Urheberrecht und digitaler Kommunikation. So entsteht ein Bewusstsein für verantwortungsvolles Handeln im Netz.

  • Fachkräfte gezielt qualifizieren: Mitarbeitende müssen befähigt werden, offene Systeme zu nutzen und sicher mit Daten umzugehen. Schulungen zu IT-Sicherheit, Open Source Software oder Cloud-Strategien schaffen Handlungssicherheit.

  • Medienkompetenz lehren: Aufklärung über Desinformation, KI-generierte Inhalte und Datenschutzfragen stärkt die Selbstbestimmung im digitalen Alltag.

Kooperation aufbauen und verstetigen

Digitale Souveränität braucht abgestimmtes Handeln. Strategische Kooperation und verbindliche Zuständigkeiten sorgen dafür, dass einzelne Maßnahmen ein gemeinsames Ziel verfolgen.

  • Ganzheitliche Digitalstrategien entwickeln: Jede Verwaltung und Organisation braucht eine klare Linie, wie sie digitale Abhängigkeiten reduzieren und eigene Kompetenzen aufbauen will. Dazu gehören IT-Governance, Beschaffungsrichtlinien und einheitliche Standards.

  • Koordinierte Umsetzungsstrukturen schaffen: Kompetenzzentren, interdisziplinäre Arbeitsgruppen und föderale Plattformen bündeln Wissen und schaffen Synergien. So lassen sich Entwicklungen zentral steuern und lokal anpassen.

  • Nachhaltige Kooperation fördern: Offene Netzwerke zwischen Verwaltung, Wirtschaft und Wissenschaft ermöglichen den Austausch erprobter Lösungen. Gemeinsame Entwicklungsplattformen und Reallabore beschleunigen die praktische Umsetzung.

So entsteht ein gemeinsamer Handlungsrahmen, in dem digitale Souveränität geplant, umgesetzt und fortlaufend weiterentwickelt werden kann. Wie sich diese Strategien konkret gestalten lassen, zeigen die Aktivitäten in Thüringen – einem Land, das digitale Eigenständigkeit zunehmend als Standortfaktor begreift.

Thüringen als Gestaltungsraum digitaler Souveränität

Thüringen begreift digitale Souveränität als gemeinsame Aufgabe von Politik, Verwaltung, Wirtschaft und Bildung. Das Land will digitale Technologien nicht nur nutzen, sondern selbstbestimmt gestalten – sicher, transparent und offen für Innovation.

Strategischer Rahmen und Leitbild

Die Digitalstrategie Smart State bildet die Grundlage für diese Entwicklung. Sie verfolgt das Ziel, Verwaltung, Wirtschaft und Bildung besser zu vernetzen und die digitale Eigenständigkeit des Landes schrittweise auszubauen.

Rechtliche Grundlage ist das Thüringer E-Government-Gesetz (ThürEgovG). Es verpflichtet Behörden, Verwaltungsleistungen schrittweise digital anzubieten, Prozesse sicher zu gestalten und offene Standards zu nutzen – eine zentrale Voraussetzung für digitale Eigenständigkeit.

Darauf aufbauend setzt Thüringen konkrete Schwerpunkte:

  • Gemeinsame IT-Basis: Mit der Thüringer Verwaltungscloud OSBA entsteht eine eigene, regionale digitale Infrastruktur für Landesverwaltung und Kommunen. Sie ermöglicht es, Daten sicher zu speichern, Anwendungen gemeinsam zu betreiben und zentrale IT-Dienste unter Landeshoheit zu verwalten.

  • Digitale Bürgerdienste: Die für 2026 geplante Thüringen-App soll künftig Verwaltungsleistungen mobil zugänglich machen und den direkten Kontakt zwischen Verwaltung und Bürgerinnen und Bürgern erleichtern – auf Basis landeseigener Systeme.

  • Flexible Softwarelösungen: Durch den Einsatz moderner Low-Code- und No-Code-Plattformen können Anwendungen schneller entwickelt und einfacher angepasst werden. Das verringert externe Abhängigkeiten und stärkt die Handlungsfähigkeit der Verwaltung.

  • Offene Standards und Datennutzung: Einheitliche Schnittstellen und ein offenes Datenökosystem sorgen dafür, dass Systeme miteinander kommunizieren können. Sie fördern Transparenz, Effizienz und den sicheren Informationsaustausch zwischen Behörden.

  • Open Source und Lizenzmanagement: Thüringen setzt auf offene Software, deren Quellcode überprüfbar und anpassbar ist. So bleibt der Staat unabhängig von einzelnen Herstellern. Ein landesweites Lizenzmanagement sorgt zugleich für eine rechtssichere und nachhaltige Nutzung von Software.

Digitale Verwaltung als Schlüsselbereich

Mit der E-Government- und IT-Strategie Thüringen stärkt das Land seine digitale Infrastruktur.

E-Government bezeichnet dabei die digitale Abwicklung von Verwaltungsleistungen – vom Formular bis zur Aktenführung. Ziel ist eine moderne Verwaltung, die Prozesse vereinheitlicht, Daten sicher verarbeitet und rechtliche Vorgaben konsequent einhält.

Beispiele sind:

  • die Einführung der E-Akte (digitale Aktenführung)

  • die Nutzung datenschutzkonformer Kommunikationslösungen wie OpenTalk (eine sichere Videokonferenzplattform der öffentlichen Hand)

  • der Ausbau zentraler IT-Dienste über das Thüringer Landesrechenzentrum.

Planung und Steuerung mit dem Digitalcheck

Damit neue Gesetze und Programme von Anfang an digital gedacht sind, wurde der Digitalcheck Thüringen eingeführt.

Dieser prüft Vorhaben auf ihre digitale Umsetzbarkeit und sorgt dafür, dass Standards, Schnittstellen und Prozesse landesweit abgestimmt bleiben. Das beschleunigt Innovationszyklen und macht die digitale Verwaltung planbarer, effizienter und besser steuerbar.

Offene Technologien und Datenkultur

Digitale Souveränität setzt überprüfbare Systeme und freien Wissensaustausch voraus. Thüringen setzt auf Open Source und offene Daten: Software mit einsehbarem Quellcode sowie frei nutzbare, maschinenlesbare Datensätze, die Transparenz und Innovation fördern.F– ein Beitrag zu mehr Transparenz, Nachvollziehbarkeit und Vertrauen.

Wissen und Forschung als Zukunftsbasis

Digitale Souveränität entsteht auch durch Bildung. Deshalb wurde ab dem Schuljahr 2024/25 Medienbildung als Pflichtfach eingeführt, um Schülerinnen und Schüler frühzeitig für Datenschutz, Urheberrecht und Informationsbewertung zu sensibilisieren.

Hochschulen wie die TU Ilmenau, die FH Erfurt und die Bauhaus-Universität Weimar verknüpfen außerdem Forschung und Praxis in Projekten wie:

  • EDIH Thuringia (European Digital Innovation Hub Thüringen)

  • GovTech Campus, der Behörden und Start-ups bei der Entwicklung sicherer digitaler Lösungen zusammenbringt

So entsteht in Thüringen eine Wissensbasis, die Verwaltung, Wirtschaft und Gesellschaft befähigt, digitale Systeme selbstbestimmt zu entwickeln und sicher zu nutzen.

Ausblick: Digitale Souveränität als langfristiger Gestaltungsprozess

Digitale Souveränität ist und bleibt eine Daueraufgabe.

Sie verlangt ständige Anpassung an technologische Entwicklungen und gesellschaftliche Veränderungen – in Verwaltung, Wirtschaft und Bildung gleichermaßen. Wenn offene Technologien gezielt genutzt, Infrastrukturen verlässlich betrieben und Wissen gemeinsam weitergegeben wird, entsteht Vertrauen – und damit echte Handlungsfähigkeit im digitalen Raum.

So entwickelt sich Schritt für Schritt ein digitales Thüringen, das Veränderung nicht nur begleitet, sondern aktiv gestaltet.

FAQs

Was bedeutet digitale Souveränität?

Digitale Souveränität beschreibt die Fähigkeit, digitale Technologien eigenständig, sicher und verantwortungsbewusst zu nutzen. Sie umfasst die Kontrolle über Daten, IT-Systeme und digitale Infrastrukturen mit dem Ziel, Unabhängigkeit und Handlungsfreiheit im digitalen Raum zu bewahren.

Wie lässt sich digitale Souveränität erreichen?

Durch offene Standards, verlässliche IT-Sicherheitsstrukturen und gezielte Förderung digitaler Kompetenzen. Wichtig sind Kooperationen zwischen Politik, Verwaltung, Wirtschaft, Bildung und Forschung, um Wissen und Verantwortung gemeinsam weiterzuentwickeln.

Warum ist digitale Souveränität wichtig?

Digitale Technologien prägen heute nahezu alle Lebensbereiche. Wer die zugrunde liegenden Systeme nicht versteht oder kontrolliert, wird abhängig von externen Anbietern und Strukturen. Digitale Souveränität stärkt Sicherheit, Innovationsfähigkeit und Vertrauen in digitale Prozesse.

Wie unterstützt die Digitalagentur Thüringen digitale Souveränität?

Wir begleiten Kommunen, Unternehmen und Verwaltung bei der digitalen Transformation. Unsere Leistungen reichen von Beratung zu E-Government, IT-Sicherheit und Open-Source-Lösungen bis zur Unterstützung bei digitalen Projekten und Vernetzungsformaten. Unser Ziel ist es, digitale Eigenständigkeit in Thüringen langfristig zu fördern und praxisnah umzusetzen.

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