Technik, die zur Region passt
Horstmanns Drei-Punkte-Definition klingt abstrakt, entfaltet aber große Bedeutung im Alltag. Einfluss nehmen heißt: selbst bestimmen, wo und wie Software betrieben wird, etwa ob die Daten auf einem eigenen Server in Thüringen liegen oder auf einer US-amerikanischen Cloud. Gestalten bedeutet, Programme selbst anpassen oder erweitern zu können, statt auf Updates eines Konzerns zu warten. Und „wechselfähig“ zu sein ist ganz wörtlich zu verstehen, wer sich nicht abhängig macht, kann Anbieter wechseln und bleibt handlungsfähig.
Diese Philosophie hat längst in die Thüringer Verwaltung Einzug gehalten. Der Freistaat setzt zunehmend auf Open-Source-Lösungen.
„Open Source bedeutet nicht nur, dass der Quellcode für jede und jeden zugänglich und nachlesbar ist“, erklärt Horstmann. „Sondern auch, dass jeder die Freiheit hat, Software auszuführen, wo und wie man möchte, zu kopieren, zu verbreiten, zu untersuchen, zu ändern und zu verbessern.“
Mehr Hintergründe zu Digitaler Souveränität gibt es in der Podcast‑Folge von „Bits & Bratwurst“ mit Jutta Horstmann.