Die Realität in unseren Feeds: Sharenting
Vielleicht hast du den Begriff schon einmal gehört: „Sharenting“ (zusammengesetzt aus Share = Teilen und Parenting = Erziehung). Er beschreibt das Phänomen, dass Eltern regelmäßig Fotos und Details aus dem Leben ihrer Kinder auf Instagram, WhatsApp oder TikTok posten. Doch auch vermeintlich private Profile, WhatsApp-Gruppen oder Status-Meldungen gleichen im Grunde einer Veröffentlichung: Einmal geteilte Bilder können von den Empfängerinnen und Empfängern unbemerkt gespeichert und weitergeteilt werden. Kinder sind schließlich kein kostenloser Content für das Netz.
Die Absicht dahinter ist fast immer positiv. Man möchte den Großeltern zeigen, wie groß die Kleinen geworden sind, oder sich mit anderen Eltern austauschen. Die Realität ist jedoch: Das Internet vergisst nie. Sobald ein Bild hochgeladen oder über Messenger-Dienste weitergeleitet wird, verlierst du die Kontrolle darüber, wer es sieht, speichert und was damit passiert. Laut der Informationskampagne des Bundeskriminalamts „Kinderbilder gehören nicht ins Netz“ wird genau diese Leichtigkeit des Teilens zunehmend zum Risiko für Kinder.